Aktivitäten / Fotos    -    2011/12

Salier-Werkrealschüler bei Windstärke 7 auf dem Ijsselmeer!

17 Schülerinnen und Schüler der Salier-GWRS verbrachten 1 Woche zusammen auf einem Segelschiff.

Der erste Segeltag begann gleich heftig. Skipper Jeroen befiehlt kurz nach dem Ablegen in Lemmer das Anlegen der Schwimmwesten. Hohe Wellen und starker Wind waren seine Begründung. Noch ist nicht viel davon zu spüren. Und doch legten wir die grellen orangenen Westen an!

Kaum sind die Segel gesetzt legt sich die Omderneming, eine Art schwimmenden Jugendherberge mit 240 Quadratmeter Segelfläche, auf die Seite und nimmt Geschwindigkeit auf. Bald spritzt Wasser über das Vordeck und durchfeuchtet einige von uns bis auf die Knochen.

 Viele Stunden bahnt sich die Onderneming rollend und stampfend den Weg durch Wind und Wellen. Gut, dass wir am Morgen die Segelfläche verkleinert hatten. Unter Deck hat es etwas gerumpelt: Küchenschränke flogen auf, Töpfe und Pfannen pfiffen durch die Küche und ein paar tapfere Schülerinnen versuchten mit ihren Körpern möglichst viel zu sichern; aber So manches rollte doch auf dem Fußboden hin und her.

Bis auf eine Handvoll Menschen an Bord, wollten alle lieber sterben und leerten ihre Mägen nicht immer in vorteilhafter Richtung. So manchen „Schwapp“ bekam auch ihr Lehrer Herr Kunz ab. Alle waren froh, endlich im Hafen in Horn anzukommen.

Nachdem der erste Tag überstanden war, konnte es nicht noch viel schlimmer kommen! Und so war es auch!

Die anderen Segeltage waren viel entspannter. Immer wieder Sonne und dazu auch etwas Wind. Einige ganz Mutige haben sogar im sehr frischen Ijsselmeer gebadet. Nach jedem Segeltag kochte eine Gruppe für alle Mitsegler ein leckeres Abendessen und räumte anschließend das Schiff auch wieder auf. Dann war Landgang angesagt:jeden Abend eine andere Stadt und spannende Begegnungen. Die Tage klangen oft an  Deck aus, mit gemeinsamem Spielen oder Liedersingen

Ein Höhepunkt war die nächtliche, interreligiöse Gesprächsrunde über die großen Themen und Fragen des Lebens und Zusammenlebens.

Der Ansatz der Religionslehrer Renate Hartmann und Werner Kunz, verschiedene Altersstufen (Klasse 5- 10) und verschiedene religiöse Einstellungen zusammenzubringen und das Miteinander und Füreinander, die gegenseitige Achtung und Toleranz einzuüben ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Schulprofils geworden. Unterstützt wurde das Projekt vom Förderverein der Salier-GWRS, der Bürgerstiftung Waiblingen, der katholischen Kirchengemeinde Waiblingen, dem Schuldekanat Schorndorf-Waiblingen, der Bäckerei Geiger in Hohenacker, Mayers Hofladen in Neustadt und von vielen Eltern der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ohne diese Unterstützung und die des Kollegiums wäre die Durchführung nicht möglich gewesen. Das Projekt, wird bereits jetzt von vielen Schülerinnen und Schülern wieder nachgefragt. Ob das klappt, hängt auch von künftigen Sponsoren ab.